Nokia E72 topaz brown Smartphone
24. Juni 2010
- Unterstützte Netze: UMTS-Netze (WCDMA 900/1900/2100), Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze, Automatischer Frequenzbandwechsel in GSM-Netzen, Offline-Modus
- 5-Megapixel-Kamera (2.592 x 1.944 Pixel) mit Autofokus und Blitz
- Push-E-Mail-Unterstützung für Mail for Exchange und IBM Lotus Notes Traveler
- Integrierter GPS-Empfänger mit Kompass und Unterstützung für A-GPS, Nokia Maps 3.0 vorinstalliert
- Lieferumfang: E72, Ladegerät AC-8E, microSDHC-Speicherkarte MU-41 (4 GB), Micro-USB-Datenkabel CA-101, Stereo-Headset WH-601, Akku BP-4L, Tasche+Trageriemen, Tuch, Anleitung, PC Suite, Dienste: Nokia Maps, Unterstützung f. Nokia Messaging
Nokia E72 topaz brown Smartphone
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Als E71-Fan muss ich an dieser Stelle eine kleine Rezension zum neuen Nokia E72 schreiben. Ich habe das Gerät als Nachfolger des E71 gekauft und hatte mich zum “Upgrade” entschieden, weil mich gewisse Dinge am E71 gestört haben, die ich dadurch behoben hoffte. Insgesamt war ich mit dem E71 jedoch mehr als zufrieden. Ein sehr robustes Gerät, gerade im Alltag. Würde das E72 diese Erwartungen erfüllen?
A) Gerät, Tastatur, Haptik
Zunächst zum Gerät selbst. Das E72 ist genauso groß und schwer wie das E71, die Tastatur gefällt mir ganz genauso gut. Trotz der verkleinerten SPACE-Taste sehe ich da keinen Qualitätsunterschied, sie ist nach wie vor eine der besten Tastaturen, die ich bei Smartphones jemals getestet habe. Die Haptik der Tastatur ist identisch. Etwas störend finde ich das neue optische Scroll-Pad, welches ich auch gleich wieder ausgeschaltet habe. Zum Glück existieren noch die 4 Tasten des E71 zur Navigation. Das optische Pad ist zu unsensibel und auch zu klein. Ich arbeite nach wie vor mit den 4 Tasten hoch, runter, links und rechts. Leider sind diese etwas weniger ergonomisch als beim E71, ebenso die anderen Funktionstasten oben, die ich beim E71 wesentlich angenehmer empfunden habe. Display und der Rest des Gehäuses sind top, abgesehen vom Akkudeckel. Hier kann ich die Erfahrung anderer User bestätigen, der Akkudeckel ist weniger hochwertig als beim E71 und gibt beim Tippen von Text etwas nach. Ich persönlich fand das anfänglich sehr irritierend und finde das immer noch seltsam für ein Gerät dieser Klasse. Die Arretierung des E71 hat mir deutlich besser gefallen.
B) Software-Angelegenheiten
Das Betriebssystem läuft flott und stabil. Ich habe das Theme gewechselt, da mir das Default-Theme nicht gefiel. Ansonsten klappt das Einrichten eines Exchange-Servers sehr gut, da gabs keine Probleme. Kontakte, Mails und Kalender werden super flink synchronisiert, toll ist, daß man beim neuen Mail for Exchange auch Zeiten zwischen 0 Minuten und 15 Minuten für den Sync einstellen kann, was früher nicht der Fall war. Bei mir läuft der Sync immer beim Eintreffen neuer Elemente, was mich sofort zum nächsten Highlight bringt: der Akkulaufzeit. Ein Traum. Während beim E71 der Dauersync zu ganz schneller Akkuentladung führte, hab ich das beim E72 innerhalb eines Tages nicht wirklich geschafft. Also echtes Push ist hier möglich, ohne dass der Akku einen Riegel vorschiebt. Das ist ein massives Plus gegenüber Windows Mobile! Der Rest der Software ist auch schön, ich habe den Eindruck, daß der Browser bei mehreren offenen Tabs nicht mehr so abstürzt wie früher, aber das muss ich erst noch länger verfolgen. Abstürze hatte ich noch keine.
C) Resumée
Insgesamt bereue ich den Umstieg vom E71 auf das E72 nicht. Es ist ein ganz tolles Gerät, das nur leichte Abzüge bekommt wegen der etwas niedrigeren Qualität der Fertigung. Das hätte man vom E71 einfach übernehmen sollen. Und warum das Gerät 1 mm breiter werden musste, verstehe ich auch nicht, es wäre doch so schön gewesen, wenn meine KFZ-Halterung noch gepasst hätte. Aber so.. muss ich was neues kaufen. Naja. Insgesamt 4 Punkte mit einem Punkt Abzug für den laschen Akkudeckel und das innovative, aber für Menschen mit dickeren Fingern ungeeignete optische Pad.
Rating: 4 / 5
Seit nun mehr als 2 Wochen ist das E72 im Einsatz und die Begeisterung ist immer noch wie am ersten Tag.
Verarbeitung:
- das Gehäuse fühlt sich sehr hochwertig an, Spaltmasse sind sehr gut, nichts wackelt, der Edelstahlakkudeckel fühlt sich sehr wertig an
- einzig eine LED scheint neben der Hometaste her, allerdings scheint es so gewohlt zu sein, jedenfalls ist es bei jedem E72 so
Display
- klar nicht gerade ein Riese aber wenn man mal alte Barrenhandys vergleich ist es doch sehr groß und überraschend scharf
- ein Lichtsensor ist ebenfalls vorhanden und regelt ausgesprochen gut die Helligkeit des Displays man wird nie geblendet was auch wieder Strom spart
Sound
- zugegeben habe ich bisher nicht viel damit telefoniert, die anderen Funktionen sind einfach spannender
jedoch kann man sich bei der Sprachqualität nicht beklagen
- der Außenlautsprecher ist sehr gut, es macht Spass auf so einem kleinem Gerät zB. Youtube Videos zu schauen der Sound macht keine Abstiche.
Tastatur/Bedienung
- die Tastatur ist nix für größe Finger, die Taste sind etwas angerundet und mit größeren Fingern neigt man dazu quasi seitlich abzurollen und doch eher die Nachbartaste zu drücken, für normale Hände wird die Tastatur wohl ein segen sein im täglichen T9 getippe ^^ mir gefallen die Shortcuts ganz gut wie zB. BT aktivieren/deaktivieren, nicht mehr lässtig ins Menü.
- da es mein erstes S60 Handy ist muss ich sagen “puh” das OS ist vollgestopft und ist verzweigt bis zum abwinken, ich komme eigentlich mit sämtlichen Arten und Sorten von Geräten auch ohne Bedienungsanleitung klar aber aber hier musste ich schon öfter zu dieser greifen um festzustellen das die Sachen auch da nicht beschrieben sind, ein extrem großes Manko wie ich meine das Handbuch kann man auch gleich wegwerfen, sinnfreie Papierverschwendung.
- dann gibt es ja noch das Touchpad, eigentlich ein unnötiges Spielzeug, man wird es eh nie benutzen. Mit den Tasten ist man um ein Vielfaches schneller also mit diesem Pad
Wlan/BT/UMTS
- Wlan arbeitet zuverlässig, bisher nie einen Abbruch erlebt zusammen mit meiner Fritzbox, genau wie BT mit dem Notebook.
- Umts arbeitet auch problemlos, der Empfang ist jedenfalls besser als bei meinem Sony Ericsson bei O2, vorallem auch bei GSM.
Akku
tja was soll ich sagen … ich bin mehr als begeistert, mein SE K800i hält 4 Tage ohne groß was damit zu machen und nur im GSM Netz, das Nokia schafft es mit UMTS und alle paar Stunden Emails checken auf locker und flockige 8 Tage, dazwischen noch paar Wlanspielereien und SMS Nachrichten.
Da geht bestimmt noch einiges mehr wenn man UMTS abschaltet und das Abrufen der Mails unterbindet.
Fazit:
Die Hardware des Handys ist einfach sehr gut, dank des schnellen Prozessors hackt nix und alles läuft sehr geschmeidig auf dem Gerät.
Die Tastatur ist eher was für kleine Finger, evtl wäre eine andere Form der Tasten besser gewesen bei gleicher Größe.
Die Funktionen sind alle auf neustem Stand, GPS funktioniert extrem schnell und zuverlässig und der Akku ist eine Wucht.
Meiner Meinung nach wohl mit das beste Barrenhandy ohne Touchscreen was man für Geld kaufen kann.
Einzig das etwas überladene OS gefällt mir nicht 100%ig und die Bedienungsanleitung ist eine Katastrophe und das macht es nicht gerade einfach für jemanden der kein S60 Handy vorher hatte.
Ich würde es wieder kaufen.
Das beinah perfekte Handy für Leute die nicht auf Fingerabdrücke stehen.
Rating: 5 / 5
Nach einem Jahr Touchphone (LG Arena, zwischenzeitlich Samsung Jet) hat es mir gereicht. Wie so viele wollte ich das mit der Touchbedienung “mal ausprobieren” und bin damit dem Iphone-Hype auf den Leim gegangen.
Doch obwohl so ziemlich alle Touchphones sich “Multimedia” und “Internet to go” auf die Fahnen schreiben, klappt das nur in den wenigsten Fällen. Das Iphone bildet hier die Ausnahme. Ansonsten scheitert es oft an den verwendeten Betriebssystemem. Teils muss man auf Youtube verzichten oder der Instant Messenger geht nicht. Oder es gibt Formate, die das Gerät nicht kennt.
Ich nutze mein Handy halb privat – halb beruflich. D.h. ich erwarte mir sowohl passable Multimedia-Leistung als auch Business-Features (E-Mail, Kalender etc.). Aber bitte nicht alle 8 Stunden an die Steckdose.
Nachdem ich nun die Schnauze von “Touch” endgültig voll hatte, war klar: Ein klassisches Barrenhandy muss her. Und statt eines Multimediaphones, das auch “Business kann”, wollte ich es mal versuchen mit einem Businessphone, das auch “Multimedia kann”. Entweder Blackberry oder Nokia e-Series? BBs gelten seit Jahren als Referenz im Business-Markt, aber da sich Blackberry seinen Push-Dienst monatlich bezahlen lässt (exklusive Dateflatrate!) und der Akku scheinbar großer Mist ist, fiel die Wahl auf den jüngsten Spross der e-Series: das e72.
Nach nun 2 Wochen und ausgiebiger Benutzung das Fazit:
HAPTIK: Ja, der Akkudeckel ist ein wenig locker, aber sonst: Metall, Chrom, “wertiges” Gewicht – alles was das Herz begehrt. Das Gerät macht was her, liegt gut in der Hand. Die bauchigen Tasten sind selbst mit meinen “Männerdaumen” toll zu treffen. Ich will nie mehr eine virtuelle Tastatur sehen! Das Touch-Navipad ist ganz nett, allerdings erreicht man so ziemlich alles mit den Tasten schneller. Damit das alles so bleibt, hat Nokia ein Echtleder-Etui und ein Mikrofasertuch beigelegt – ganz nett. Allerdings muss man das Gerät aus dem Etui nehmen, um es zu bedienen. Nicht ganz praktisch…
OS: Symbian S60 3rd Edition. Die Sache läuft rund. Allerdings sind viele Einstellungen / Funktionen “gut versteckt” bzw. gibt es so viele Verknüpfungen, die wiederum in so vielen Ordnern stecken, dass man erst mal schön suchen darf. Zwar kann man sich ein paar Verknüpfungen in die Schnellstartleiste im Homescreen legen, aber leider auch nur 6 Stück. Doch weil man für die wichtigsten Funktionen (E-Mail, Kontakte, Kalender, Home) auf separaten Knöpfen hat, geht die Bedienung gut von der Hand. Multitasking geht ebenfalls sehr einfach. Alle Programme kann man ausblenden – mit einem langen Druck auf die Hometaste werden alle geöffneten Progs angezeigt. Während also z.B. ein Youtube-Video lädt, schaltet man um zum Kalender oder zu den Nachrichten – toll. Insgesamt halten sich Menüladezeiten begrenzt. Wenn man aber mal 5-6 Programme offen hat, leistet sich das Handy etwas Bedenkzeit.
TELEFONIEREN: Das e72 bietet dank einer Störgeräuscheunterdrückung (durch 2. Mikrophon) eine exzellente Sprachqualität! Die verschiedenen Profile (Allgemein, Lautlos, Draußen…) sowie das Verstummen des Ringtones durch umdrehen des Handys lassen nichts zu wünschen übrig.
MULTIMEDIA: Auch wenn man es von einem Business-Phone nicht erwartet. Es übertrumpft viele sog. “Multimediahandys” um weiten! Kurze Auswahl an Programmen, die entweder darauf vorinstalliert sind oder per Gratisdownload laufen: Alle Google-Produkte, ICQ, Skype, Facebook, Twitter, Flickr, QuickOffice 6.2 (mit Office07-Support!), Adobe PDF, Youtube, Realplayer etc.. Bisher habe ich noch kein Handy-Programm gefunden, das nicht läuft. Die Funktionsvielfalt ist wirklich beeindruckend. Da kann ich auf die X Millionen Apps von Apple verzichten.
KAMERA: Auch hier die Überraschung: 5 MP mit Blitz. Klar, die Photos eines Handy kommen nie an eine digitale SRC heran, aber die Cam fokussiert sehr schnell und erstellt auch tolle Videos in sehr guter Qualität. Für Schnappschüsse mehr als brauchbar. Größtes Plus jedoch die Geschwindigkeit vom Einschalten zum ersten Bild!
BUSINESS: Nokias Push-Variante, wenn man Sie mal so hinkonfiguriert hat, wie man es braucht, funktioniert gut und komfortabel. Endlich E-Mail wie SMS empfangen! ABER: Wie auch schon beim e71: Der Nokia-Push-Dienst zieht den Akku in die Knie! Und zwar gewaltig! Klar lässt sich da noch was mit Abfrageintervall machen etc. Aber bei eingeschaltetem Push ist nach maximal (!) 2 Tagen (nachtsüber aus!) Schluss. TIPP: Bei der Einrichtung des E-Mail-Clients einfach den Nokia-Messaging Service “ablehnen”. Damit stellt das Gerät nur beim Öffnen der Mail-Applikation eine Verbindung mit dem Internet her und schließt diese nach Beenden wieder. So ist man nicht ständig im Internet Vortetil: Die Akkulaufzeit steigt gewaltig (!) – Nachteil: Man muss seine Mails manuell abrufen. Dafür ist der Kalender sehr umfangreich und durchdacht. Zwar heißen Termine stets “Besprechungen”, aber das nur am Rande
Der BusinessCardReader funktioniert so gut wie gar nicht, aber vllt. ist das Einstellungssache. Der Worldtraveller hingegen (Wetter, Währungskurse etc.) ist sehr praktisch. QuickOffice kann man gratis auf die aktuelle Version 6.2 aktualisieren (über das Handy) und hat damit auch Office2007-Kombatibilität (docx und co.).Funktionen wie Zip-Programm und Dateimanager (Explorer) runden es ab. Die Moduswahl (Business / Privat) verstehe ich nur als Spielerei, denn um wirklich einen Unterschied zu machen, bietet es zu wenig Einstellmöglichkeiten.
INTERNET / VERBINDUNGEN: Ein Wort zum Browser: Der Symbianbrowser lädt schnell und versteht sich gut mit Flashseiten. Toll: Wer den integrierten Youtube-Client nicht nutzen möchte, nimmt einfach den Browser her! Ansonsten ist es etwas umständlich mit mehreren Seiten zu Arbeiten, aber man muss nicht unbedingt einen anderen Browser (OperaMini) installieren. Zu den Verbindungen: Hier hätte man es wirklich einfacher machen können! Man hat eigentlich nie wirklich eine Übersicht, welche Datenverbindung denn nun läuft oder nicht. Mann kann zwar Prioritäten Einstellen (z.B. 1. Wlan 2. Datenverbindung Provider…) und einstellen, dass man immer gefragt wird, aber das hätte man wirklich einfacher und v.a. übersichtlicher lösen können. Ich würde übrigens dringend eine Datenflatrate empfehlen. So ziemlich jedes vorinstallierte Programm bietet Updates / Onlinefunktionen. Twitter, Facebook und Co. sowieso. Kurzum: Ohne mobile Datenlösung hat man nur noch ein überteuertes SMS-Handy mit WLAN.
AKKU: Wie gesagt: Bei eingeschaltetem Push-Mail KEINE SPUR (!) von 5 Tagen und mehr Laufzeit. Nach 1-2 Tagen Schluss! Natürlich habe ich nebenher noch ca. 1h /Tag telefoniert und etwa 1h / Tag gesurft. D.h. wer die volle Funktionsvielfalt inklusive Pushmail nutzen will, der stellt sich bitte auch auf alle 1-2 Tage Akkuladen ein. Wer Pushmail deaktiviert kommt um einiges weiter – bringt sich allerdings um dieses Feature. Da sollte man eben Prioritäten setzen. Im Vergleich mit Iphone, Blackberry und Co. ist diese Leistung scheinbar als “gut” zu bezeichnen. Ich für meinen Teil erachte eine Akkulaufzeit von 1-2 Tagen allerdings eher als mittelprächtig.
NACHTRAG: Nach nun mehr als einem Monat ein Nachtrag zur Akkulaufzeit. Ich arbeite nun seit ca. 1 Monat OHNE den Nokia-Pushdienst. D.h. ich rufe meine E-Mails in unregelmäßigen Abständen manuell ab. Ansonsten nutze ich das Handy recht intensiv (v.a. Internet). Mit Abschalten dieses Dienstes und ansonsten starker Nutzung komme ich jetzt im Schnitt auf 5 Tage Akkulaufzeit – das sucht seines Gleichen. Toll!
FAZIT: Ich bereue den Kauf nicht. Endlich wieder Tasten – herrlich! – und Schluss mit Touchscreens. Als Telefon überzeugt es auf ganzer Linie mit toller Sprachqualität. Das Betriebssystem klappt gut, ist aber heillos überfrachtet. Multimediamäßig feuert das Gerät ein Feuerwerk ab – So viele Funktionen und Programme bietet sonst nur ein Laptop. Auch die Kamera gefällt. Die Business-Funktionen überzeugen. Wer jedoch alles nutzt, geht täglich (maximal alle 2 Tage) an den Tropf.
Alles in allem ein sehr schicker, toll verarbeiteter Alleskönner, der trotz seiner Businessausrichtung überraschend tolle Multimediafunktionen bietet. Wer eine Iphone / Blackberryalternative sucht: Hier ist sie. Perfekt ist es jedoch nicht (s.o.), deshalb von mir 4 Sterne.
PS: NACHTRAG FIRMWARE-UPDATE (!):
Über den Nokia-Service erhielt vor 1 Woche per SMS den Hinweis, dass ein Firmware-Update bereit steht. Dies solle ich direkt über`s Telefon oder über die “beiliegende” Software vornehmen. Da das Telefon ab und an einen Neustart erfordert und “verbesserte Stabilität” im Changelog stand, machte ich mich daran. Ich wählte also den Weg über die Ovi-Suite, da mir das am sichersten erschien. Leider habe ich mich getäuscht. Das Runterladen der Firmware klappte noch perfekt. Während des Updates (bei ca. 65%) “brach die USB-Verbindung zum Gerät ab”. Die vorgeschlagenen Rettungsversuche schlugen alle fehl. Das Gerät war tot und ist mittlerweile zu Nokia gegangen. Gott sei Dank habe ich vorher noch eine Komplettsicherung vorgenommen. Ich bin eigentlich (auch von Berufs wegen) sehr PC-versiert, doch wusste ich 3 Dinge nicht:
1. Es gibt insgesamt 3 verschiedene Software-Lösungen: “Ovi Suite”, “Nokia PC Suite”, “Nokia Software Updater”. Laut Nokia-Seite und einigen Foren, sind nur die PC Suite und der Software Updater stabile Programme, die sich zum Firmware-Update eignen. Letzteres beschränkt sich sogar ausschließlich auf Firmware-/SW-Updates. Da aber nur die OVI-Suite per CD mitgeliefert wurde, ging ich davon aus, dass diese die sicherste Wahl ist.
2. Das Problem mit dem USB-Verbindungsabbruch ist scheinbar einschlägig bekannt, wenn man mal Google anstrengt. Dies tritt scheinbar sowohl mit Ovi als auch mit der PC-Suite auf.
3. Wenn man in den FAQs auf Nokia.de nach FirmwareUpdate schaut, gibt es einen Ratgeber, wie man vorgehen soll. Nokia selbst empfiehlt in fast JEDEM Falle das Update direkt vom Gerät einzuspielen. Nach den Verbindungsproblemen (an mehreren PCs) wird mir auch klar warum: Die Software landet über den Datenvertrag bzw. besser über eine aktive WLAN-Verbindung auf dem Gerät und wird dann intern ohne anfällige USB-Verbindung oder problematisches PC-System installiert.
Hätte ich das nur vorher gewusst – nun ja: Laut Nokia-Seite und Benutzerhandbuch fallen nur Schäden aus der Garantie, die durch Dritt-Software, die nicht von Nokia stammt, ausgelöst wurden. Deshalb bin ich guter Dinge, dass die Garantie hier voll greift.
Rating: 4 / 5
Ich habe das Nokia E72 nun seit ca. 3 Monaten als Nachfolger des E71, welches ich ca. 2 Jahre in Verwendung hatte, im beruflichen/privaten Einsatz.
Parallel habe ich temporär ein Touchscreen-Smartphone eines bekannten Herstellers im Einsatz, aber für den hektischen Geschäftsalltag ist ein Telefon mit Tasten und Navikey, zumindest für mich, einfacher und schneller zu händeln.
Ein weiterer wichtiger und entscheidender Pluspunkt für das E72 ist die lange Akkulaufzeit: 5-7 Tage sind je nach WLAN- und Bluetooth-Einsatz realistisch, da kommt derzeit kein Touchscreen-Phone mit.
Was die Verarbeitung des E72 betrifft, so gibt es sicherlich minimale Unterschiede zur Verarbeitung des E71, diese fallen jedoch nach einigen Tagen im Einsatz kaum noch auf. Der einzige gravierende Unterschied mag der etwas dünnere Akkudeckel sein, doch wie gesagt, ein Gewöhnungsfaktor. Aufjedenfall sitzt dieser fest und sicher im Gehäuse und hat sich noch nie von selbst geöffnet. Auch der umlaufende Chromrahmen hinterläßt einen wertigen Eindruck, das E72 wirkt sehr edel, elegant und stylish zugleich.
Vergleicht man die Optik, erscheint das E71 schon fast ein wenig altbacken.
Farblich habe ich mich für die graue Variante entschieden, diese sieht in natura wesentlich edler aus als auf den Abbildungen, ist eher ein dunkles Grau mit Metalliceffekt, sehr ansehnlich.
Auch die Abmessungen des E72 können sich sehen lassen. Es ist gerade einmal einen guten Zentimeter hoch, trägt somit im Sakko oder der Aktentasche kaum auf. Dadurch dass es etwas breiter als ein normales Telefon ist, liegt es sehr gut in der Hand und läßt sich auch mit einer Hand sehr gut bedienen.
Das Gewicht ist angenehm, nicht zu leicht aber auch nicht zu schwer, eben gerade richtig um eine hohe Wertigkeit zu vermitteln.
Die Tasten für Hauptmenü, Kalender, Kontakte und E-Mail sind nun Wipptasten, Rufannahme und Auflegen, sowie die beiden oberen Funktionstasten sind nunmehr flach gehalten und lassen sich meiner Meinung nach so einfacher und zielgenauer drücken. Auch die Wipptasten lasse sich gut und zielgenau drücken, der Druckpunkt der Wipptasten mag ein wenig schwammig sein, dies stört aber im Alltag so gut wie nicht.
Der 5-Wege-Navykey ist nun an der umflaufenden Kante etwas abgeflacht und läßt sich so angenehmer drücken.
Das innenliegende Sensorfeld läßt sich im Menü (de)aktivieren. Einen wirklichen Nutzen bringt das Sensorfeld nur beim Surfen auf Internetseiten. Hier kann man mit einer Streichbewegung von links nach rechts die komplette Seite nach unten scrollen, mit einer Bewegung von oben nach unten dann nur zeilenweise scrollen.
Im Hauptmenü des Telefon bzw. im Telefonbuch oder E-Mailfach läßt sich ebenfalls nur zeilenweise damit scrollen, dass empfinde ich als Nachteil.
Die Sensibilität des Sensorfeldes läßt sich im entsprechenden Menüpunkt variieren.
Um das Sensorfeld verläuf ringförmig eine weiße LED, diese zeigt durch schnelles Aufblinken eingegangene Anrufe, Nachrichten und E-Mails an. Blinkdauer und Nachrichtentyp lassen sich im Menü den eigenen Anforderungen anpassen.
Im Standbybetrieb leuchtet die LED in langen Intervallen auf. Optisch sehr ansprechend.
Um beim Punkt Sensoren zu bleiben, das E72 hat einen Lage- oder Optiksensor, wenn es also klingelt dreht man es einfach auf die Vorderseite um und …Ruhe. Dieser Sensor läßt sich ebenfalls im dementsprechenden Menüpunkt (de)aktivieren.
Ein weiterer Sensor regelt schließlich auf Wunsch automatisch die Helligkeit der Display- und Tastenfeldbeleuchtung.
Das Tastenfeld ist mit einer weißen Hintergrundbeleuchtung ausgestattet und ist dadurch bei Dunkelheit sehr gut abzulesen. Auch im Dämmerlicht oder Halbdunkel ist die Tastatur jederzeit gut ersichtlich.
Im Menü Profile ist jetzt auch beim E72 der Modus Energiesparen vorhanden. Bei geringer Akkuladung aktiviert sich dieser Modus selbst, er läßt sich aber auch manuell im Menü Profile (de)aktiveren.
Bei aktiviertem Energiesparmodus leuchten Display und Tastenfeld nur wenige Sekunden und schalten sich dann ab.
Um gleich beim Punkt Akkupower zu bleiben, davon hat das E72 jede Menge. Gerade für Reisende, Vieltelefonierer, Internet- und E-Mail-Anwender, WLAN-Radiohörer ist das E72 ideal, der Akku hält und hält und hält.
Wie schon geschrieben, ca. 5-7 Tage sind möglich.
Ich selbst höre ab und zu Radio über WLAN bzw. übertrage MP3s an einen Bluetoothlautsprecher, da haben andere Telefone schnell zwei bis drei Balken der Akkuanzeige verloren, da ist beim E72 keine Reduzierung zu bemerken.
Die Übertragungs- bzw. Empfangsqualitäten von WLAN und Bluetooth sind ebenfalls sehr gut, ich habe überall in der Wohnung WLAN-Empfang, ob auf der Dachterrasse oder im entfernt gelegenen Schlafzimmer. Auch im Büro in der hintersten Ecke ist der Empfang einwandfrei.
Die Bluetooth-Verbindungen sind ebenfalls stabil und lassen sich schnell paaren.
Doch wieder zurück zu den Vor- und Nachteilen des E72 im tagtäglichen Praxiseinsatz.
Zunächst ein paar Worte zur Telefonfunktion. Ich betreibe das E72 im E-Plus UMTS-Netz. Der Empfang, wo auch immer, ob in der Tiefgarage, im Büro, zuhause, auf kurzen Überland- oder Stadtfahrten ist einwandfrei. Selten dass der Empfangsbalken einen oder zwei Striche verliert.
Die Sprachqualität, ob nun mit oder ohne Lautsprecher ist ebenfalls einwandfrei, mag sein das es etwas blechern klingt, aber es gibt keine Aussetzer oder ein Echo, meine Gesprächspartner verstehen mich einwandfrei und umgekehrt.
Der eingebaute Lautsprecher befindet sich im Gegensatz zum E71 nun auf der Gehäuserückseite, bei Verwendung ist jedoch der Gesprächspartner gut zu verstehen, außerdem kann man ja wenn nötig, das Telefon einfach umdrehen. Der Lautsprecher ist auch ausreichend laut zu stellen, somit läßt sich auch im Freien an belebten Orten gut telefonieren.
Durch einen Druck auf die Wählen-Taste gelangt man schnell in das Rufnummern-Menü und kann so die entgangenen, gewählten und angenommenen Anrufe sehen und diese von dort aus entweder speichern, zurückrufen oder eine Mitteilung verfassen.
Eingegangene Rufnummern lassen sich mit wenigen Tastenklicks hinzufügen oder neu anlegen.
Sehr praktisch im Alltag ist die Rufnummernsuche über die QWERTZ-Tastatur. Einfach die ersten Buchstaben des Vor- oder Nachnamens eingeben, schon erscheint eine Auswahl der möglichen Gesprächs- oder E-Mail-Partner.
Dann einfach auswählen, ein Klick nach rechts mit dem Navykey läßt ein Pulldown-Menü erscheinen, so hat man die Auswahlmöglichkeiten Sprachanruf, Mitteilung senden, Videoanruf und Audiomitteilung senden.
Klickt man auf den ausgewählten Namen öffnet sich das komplette Kontaktfeld und zeigt alle relevanten Kontaktdaten an.
Die E-Mail Funktion des E72 arbeitet zumindest im Bereich POP3 und IMAP einwandfrei, ich habe Accounts bei Web.de, Yahoo und Googlemail eingerichtet, alle lassen sich zeitgesteuert bzw. manuell über WLAN oder GPRS abrufen. Die Darstellung ist im Standardmodus oder als HTML möglich.
Auf dem Desktop werden dann, wie gewünscht, die Anzahl der einzelnen E-Mails angezeigt und es erfolgt eine Einblendung des Absenders und der Kopfzeile.
Der Onboard-Webbrowser zeigt normale Webseiten sowei mobile Webseiten komplett und schnell an, mittels des Navykey und des Sensorfeldes kann zügig navigiert und gesurft werden. Auch im UMTS-Betrieb werden die Seiten sehr schnell aufgebaut. Zusätzlich habe ich noch OperaMini installiert, dieser ist noch ein wenig schneller als der Nokia Browser und meistens gehe ich auch mit Opera online.
Das große und breite Display stellt Webseiten und E-Mails scharf und hell dar, auch die Ablesbarkeit im direkten Sonnenlicht habe ich getestet und die ist soweit in Ordnung.
Neu beim E72 ist der Menüpunkt Heim-Medien, hier läßt sich ein Onlineverbindung mittels WLAN erstellen und es können Daten wie Fotos, Kontakte etc. vom Telefon auf den PC und umgekehrt snchronisiert werden. Es bedarf allerdings einiger IT-Kenntnisse um dies zu bewerkstelligen. Ich habe mich im Detail noch nicht damit beschäftigt, falls jemand ein paar gute Tipps dazu hat, freue ich mich über ein paar Zeilen.
Im Medienordner, der Galerie werden Fotos nun auch im Karussell angezeigt und das Dank des schnelleren Prozessors auch sehr schnell. Es können auch eigene Fotoordner angelegt werden, Fotos direkt bei Facebook, Flickr oder Picasa hochgeladen werden und das in schnellem Arbeitstempo.
Das Arbeitstempo des E72 ist übrigens sehr schnell, der neue Prozessor machts möglich, auch hier ist ein Unterschied zum E71 spürbar.
Über den OVI-Store lassen sich mehr oder weniger sinnvolle oder sinnfrei Programme herunterladen, hier muss man sich einfach einlesen. Das eine oder andere Programm wie z.B. Skype oder Dictonary ist ganz nützlich, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass sich das E72 sehr individuell auf eigene Bedürfnisse abstimmen lässt.
Das nokiaeigene Internet-Radio ist jetzt übrigens im Menüpunkt Radio integriert.
Sehr praktisch ist der im Officeordner integrierte Multiscanner, dieser fotografiert Visitenkarten und meistens wird eine praktikable Kontaktkarte erstellt.
Auch alle Office-Dateien lassen sich lesen und bearbeiten, auch PDF-Dateien empfangen und lesen.
Quickoffice und der PDF-Reader sind bereits vorinstalliert, sowie ein Wörterbuch und ein Umrechner.
Der Wecker des E72 funktioniert auch wenn das Telefon komplett ausgeschaltet ist.
Die bereits auf der Speicherkarte installierte Navigationssoftware habe ich in der Fußgängerversion spaßeshalber einmal getestet, it works!
Weiterhin ist ein Michelin Restaurantführer, ein Wetterprogramm, HRS Hotels, Events, Qype und ein City Guide integriert, sehr umfangreich und praktisch um mal eben ein Hotel oder Restaurant bzw. eine Veranstaltung vor Ort zu suchen.
Die Daten für den Standortbestimmungs-Server (wichtig für GPS-Einsatz) müssen unter Allgemein->Standortbestimmung->Standortbestimmungs-Server->Serveradresse eingetragen werden:
supl.nokia.com
Die integrierte 5-MP Kamera ist mit einem sehr hellen LED-Blitz und Autofocus ausgestattet. Bei günstigen Lichtverhältnissen gelingen durchaus vewertbare Aufnahmen. Um mal ein Flipchart oder sonstige Dinge zu fotografieren und die Aufnahme schnell per E-Mail zu versenden, reicht die Kamera definitiv aus, selbst Macroaufnahmen mit Blitz gelingen einwandfrei. Hier hat Nokia im Vergleich zum E71 auch nachgebessert.
Der LED-Blitz läßt sich duch langen Druck auf die Space-Taste sogar als sehr helle LED-Taschenlampe nutzen.
Das Zubehör ist relativ umfangreich, so gehören ein Stereo-Headset mit verschiedenen Ohrpads dazu, ein kurzes USB-Kabel, eine 4 GB-Micro-SD Karte, ein Lederetui und eine Handschlaufe. Die Bedienungsanleitung ist praxisgerecht gestaltet, wobei ich kein Freund von Bedienungsanleitungen bin, sondern mich in die Materie einarbeite und bei Bedarf nachlese bzw. Google bemühe.
Die Synchronisation über USB mit Outlook klappt einwandfrei, alle Daten werden zügig übertragen. Dopplungen in den Kontakten oder Terminen gab es nicht.
Auch per Bluetooth klappte es gut, lediglich dauerte es bei großen Dateien etwas länger.
Termine kann man sich beim E72 wie auch schon beim E71 auf Wunsch auf dem Desktop anzeigen lassen, dazu einfach nur im Menü auf Systemsteuerung->Einstellungen->Allgemein->Personalisieren->Standby Modus->Moduseinstellungen->Progr.in Ausgangsanzeig.->einen Haken auf Kalender setzen.
Das lang erwartete Firmware-Update habe ich mit dem Telefon selbst durchgeführt, dazu war eine WLAN-Verbindung nötig, der ganze Vorgang hat ca. 5 Minuten in Anspruch genommen. Das E72 hat sich danach selbstständig neu gestartet und es war eine deutliche Performanceverbesserung zu bemerken.
Die nun aktuelle Firmware ist die Sonderversion 031.023 vom 31.März 2010.
Im Großen und Ganzen kann ich dem Business-Anwender das E72 mit gutem Gewissen empfehlen, es ist ein zuverlässiges und elegantes Arbeitstier, was ich sich auch in der Freizeit gut sehen lassen kann.
Auch multimediainteressierte Anwender werden ihre Freude am E72 haben, Youtube und der Nokia Music Store laufen einwandfrei und schnell auf dem E72, ich habe mir selbst schon einige Jazzstücke direkt aufs E72 geladen, klasse.
Der integrierte Musicplayer hat übrigens in Verbindung mit der Parrot Boombox (Bluetoothverbindung) einen genialen Sound!
Viel Spaß und frohes Schaffen mit dem Nokia E72!
Rating: 5 / 5
Ich besitze das E72 seit etwa 2 Wochen. Grundsätzlich ist es ein gutes Smartphone, das aber noch an ziemlich verbugter, fehlerhafter Software krankt. Die Begeisterung wird dadurch bei mir sehr gedämpft.
UPDATE 2010-06-11:
die Leertaste (Space) funktioniert nicht mehr. Jetzt ist Schluss, ich schick das Gerät ein. Habe die Bewertung hier auf einen stern runtergestuft. Entweder habe ich ein Montagsgerät oder die anderen Rezensenten nutzen nicht alle Funktionen. Anders kann ich mir die positiven Kommentare nicht erklären.
UPDATE 2010-05-25:
Systemabsturz. Ich kann das Gerät nicht mal ausschalten. Nach dem Herausnehmen des Akkus gehts wieder.
Rezension:
Zum positiven:
Das Gerät fühlt sich wertig an und ist gut verarbeitet. Die Tasten lassen sich gut treffen (ich habe allerdings rel. kleine Finger).
SEHR positiv ist, das Nokia seine GPS-Karten kostenlos hergibt. Das Aufspielen der Karten kann aber etwas nervig sein, vor allem ist die dazu nötige Software, der Map-Loader, ziemlich eigenartig zu bedienen.
Positiv ist auch der Funktionsumfang. Das E72 hat alles, was ich mir von einem Smartphone wünsche. Beim nächsten Telefon würde ich dennoch zu einem mit größerem Bildschirm greifen.
Grundsätzlich kann man über Funktionsumfang wirklich nur positives sagen. Es fehlt an nichts. Musikplayer, Kamera, Video, Frontkamera!, Radio, Kalender, Email, WLAN, Visitenkartenscanner, WWW-Browser, und und und.
Leider hat Nokia Wasser in den Wein geschüttet.
Die Software des E72 ist buggy, unlogisch und unausgereift.
Am meisten nervt mich die Email-Benutzung und Einrichtung. Die Einrichtung ist eine Qual, wenn man kein “normales” Postfach benutzt. Ich benutze ein Google-Mail-Postfach, aber eine email.de-Adresse, die von Web.de bereitgestellt wird. Das einzurichten ist sehr umständlich, denn bei der Einrichtung versucht das Handy immer ein vordefiniertes Gooogle-Mail-Konto anzulegen, bei dem man die Email-Adresse nicht mehr ändern kann.
Das Abrufen der Emails erfolgt ziemlich intransparent. So kann man zwar den Zugangspunkt (z.B. T-Mobile Internet) einstellen, aber wenn WLAN verfügbar ist, wird das nicht automatisch genutzt. Hirnrissig. Man kann sich auch jedesmal fragen lassen. Auch blöd, wenn das Telefon alle 30 Min. fragt, was es denn jetzt tun soll.
Synchronisation mit dem Google-Kalender ist eine Katastrophe. Für die Synchronisation muss ein “Mail for Exchange”-Postfach angelegt werden. Hierzu gibt es nur eine Beschreibung auf inoffiziellen Nokia-Support Seiten. Dabei wird dann wieder zusätzlich ein Google-Mail-Konto angelegt, welches aber so eingestellt werden kann, dass keine Emails synchronisiert werden. Hört sich umständlich an und ist es auch.
Die Synchronisation war für mich auch nicht befriedigend. Ich wollte dann wieder das “Mail for Exchange” Postfach löschen. Das ging auch nach einigem hin- und her, nur das Google-Mail-Konto kriege ich nicht gelöscht. Das Handy hängt sich bei dem Versuch auf. Es wird noch angezeigt “das Konto wird gelöscht”… aber das wars auch.
Die synchronisierten Termine kriege ich auch nicht übers Telefon gelöscht. Das Löschen von Terminen, die über die Synchro reingekommen sind, wird einfach völlig und kommentarlos ignoriert. Ulkigerweise werden die Termine in der “Nokia PC-Suite” dann wiederum nicht mehr angezeigt.
Die katastrophal schlecht implementierte Email-Funktion und Kalender-Funktion ist für mich das störendste, vor allem, weil dies der Grund war, warum ich das Telefon überhaupt gekauft habe.
Es gibt noch ein paar andere Macken. Das Telefon hängt sich öfter mal auf, und ist nur mit einem Neustart wieder zur Arbeit zu bewegen. Neulich funktionierte die Suche in Kontakten nicht mehr, es erschien die Meldung “Cache wird aufgebaut”, aber das war nach 10 Min. immer noch nicht erledigt. Naja, wieder mal Neustart fällig….
Die Möglichkeiten eines Profils sind auch nicht der Hit. So kann man bspw. für den Kalender keine Profil-Töne anlegen.
Bei der Anzeige von PDF-Dokumenten hakt es auch gewaltig. Ich habe schon einige Dokumente nicht angezeigt bekommen, das Telefon “hängt” dann einfach.
Dann gibts noch die sog. “Active Notes”, das sind Notizzettel, die man mit Fotos etc. versehen und Kontakten zuordnen kann. Diese werde auf der Speicherkarte als HTML abgelegt, eigentlich ne tolle Sache, allerdings kann man das HTML nicht beliebig editieren und sich so eigene Notes erstellen, denn viele HTML-Tags (wie UL oder OL) werden gar nicht unterstützt. Für mich unverständlich, da hat jemand nicht zu Ende gedacht…
Fazit: es wäre ein tolles Telefon, wenn nicht diese nervigen Bugs wären. Meine Freude über dieses doch nicht ganz billige Phone ist sehr getrübt, da die Fehler gerade in für mich wichtigen “Business” Anwendungen (Kalender & Email, Active Notes) auftreten.
Hier muss Nokia dringend nachbessern. Leider ist auch nach 4 Monaten keine neue Software verfügbar. Bevor die nicht da ist, kann ich keine Empfehlung für das Telefon aussprechen.
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